Inhalt - Spitäler Schaffhausen: Positive Jahresbilanz 2010

  • 16.05.2011

Spitäler Schaffhausen: Positive Jahresbilanz 2010

Die Spitäler Schaffhausen haben finanziell und betrieblich ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen. Im stationären Bereich blieben die erbrachten Leistungen gegenüber dem Vorjahr konstant. Die ambulanten Leistungen sind leicht angestiegen. Der Ertragsüberschuss von rund CHF 1.4 Mio. wird dem Eigenkapital zugewiesen. Auch im fünften Jahr nach der Verselbständigung lag der Fokus auf der betrieblichen Konsolidierung und den Vorbereitungen auf die Einführung der Fallpauschalen ab 2012. Neu dazugekommen sind die Themen unternehmensstrategische Ausrichtung und bauliche Gesamtentwicklung.

Die Spitäler Schaffhausen haben im Jahr 2010 9‘700 stationäre Patienten behandelt. Die Anzahl Pflegetage bewegt sich mit 139'660 Pflegetagen im Rahmen des Vorjahres; dies bei gleich bleibender durchschnittlicher Verweildauer (ohne Langzeitpflege) von 10.1 Tagen. Die Zunahme der ambulanten Leistungen betrug 2 Prozent. Der Betriebsaufwand nahm um rund CHF 1.6 Mio. zu. Dies einerseits aufgrund der gestiegenen Personalkosten, die grösstenteils aus der vom Kanton vorgegebenen Reallohnentwicklung resultieren, anderseits aufgrund des höheren medizinischen bzw. patientenbezogenen Aufwandes. Der dennoch positive Jahresabschluss 2010 von rund CHF 1.4 Mio. konnte dank kostenbewusstem Handeln des Kaders und der Mitarbeitenden und aufgrund der Zunahme der ambulanten Behandlungen erreicht werden. Die mit dem Jahresgewinn gebildeten Reserven dienen ausschliesslich zur Deckung von allfälligen künftigen Unternehmensverlusten.

Die Einführung der Fallpauschalen im Jahre 2012 stand erneut im Zentrum der vielfältigen Aktivitäten, die insgesamt zur betrieblichen Optimierung beitragen. Betroffen sind betriebliche bzw. organisatorische, finanzielle und informatikbezogene Prozesse gleichermassen. Die Vorbereitung und Einführung entsprechender Massnahmen bindet erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen.

Akutsomatik und Rehabilitation
Mit 8’502 stationären Patienten und 736 Geburten konnte eine erneute Steigerung im stationären Bereich der Akutsomatik erreicht werden.
Im Sinne eines ergänzenden Leistungsangebots nahm die hausärztliche Notfallpraxis im Juni 2010 ihren Betrieb auf und wird seither von der Schaffhauser Bevölkerung rege genutzt. Dies wirkt sich entlastend auf die sich in unmittelbarer Nähe befindende Notfallstation des Kantonsspitals aus. Die Anzahl der dort behandelten Patienten sank erstmals seit Jahren von 13'274 auf 12'496.
In der Rehabilitation wurden 15.4 Prozent mehr Patienten behandelt und 10.1 Prozent mehr Pflegetage erbracht. Dies unterstreicht die Bedeutung einer wohnortsnahen interdisziplinären Rehabilitation.

Psychiatrische Dienste
Die psychiatrische Langzeitpflege im Psychiatriezentrum Breitenau wurde organisatorisch ins Departement Pflege überführt und mit der somatischen Langzeitpflege vereint. Der chefärztlich geleitete Teil des Psychiatriezentrums tritt neu unter der Bezeichnung «Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie» auf und bildet zusammen mit dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) das Departement Psychiatrische Dienste.
Im stationären Bereich der Akut- und Rehabilitationspsychiatrie wurden 513 Patienten behandelt, 3.8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Pflegetage nahmen hingegen um 11.5 Prozent auf 22'187 zu.
Die ambulanten Leistungen der Psychiatrie und des Sozialpsychiatrischen Dienstes nahmen um 7.6 Prozent und die des KJPD um 4 Prozent zu.

Langzeitpflege
Mit 274 stationären Patienten wurden 31 Patienten weniger behandelt. Dies führte zu einem Rückgang der Pflegetage um 6 Prozent.

Infrastruktur und strategische Bauplanung
Die neue Gebärabteilung im Kantonsspital wurde nach sechsmonatiger Renovation im Mai 2010 eröffnet. Die neuen Räumlichkeiten überzeugen visuell wie funktional und finden bei den Wöchnerinnen und beim Personal grossen Anklang. Die Sanierung des Pflegezentrums konnte Mitte November 2010 termin- und budgetgerecht abgeschlossen werden. Ende 2010 wurde zudem der Kiosk im Eingangsbereich des Kantonsspitals geschlossen, um dem im März dieses Jahres eröffneten Bistro Platz zu machen.
Auch wenn sie gut unterhalten und in mehreren Etappen teilweise saniert wurden, genügen die in die Jahre gekommenen Gebäude der Spitäler Schaffhausen weder den heutigen Patientenansprüchen noch den künftigen innerbetrieblichen Abläufen. Aus diesem Grund wurde 2010 zusammen mit dem Gesundheitsamt, dem kantonalen Hochbauamt sowie externen Experten die strategische Bauplanung für die Spitäler Schaffhausen weiter konkretisiert und Ende Jahr ein Masterplan entwickelt.

Unternehmensstrategie 2012+
Der Spitalrat hat gemeinsam mit der Spitalleitung die Unternehmensstrategie der Spitäler Schaffhausen ausgearbeitet.
Im Wesentlichen wird an einem breiten interdisziplinären Leistungsangebot mit somatischer Akutmedizin, Rehabilitation, Psychiatrie und Langzeitpflege fest gehalten. Gleichzeitig werden Kooperationen mit anderen Spitälern vertieft oder neu angestrebt und bereichsübergreifend das Prozess- und Schnittstellenmanagement professionalisiert. Im Verlaufe dieses Jahres wird festgelegt, mit welchen Massnahmen die neu formulierte Unternehmensstrategie konkret umgesetzt werden soll.

Organisation und personelle Veränderungen Spitalleitung
Im August 2010 übernahm Andrea Dörig die Leitung des Departements Pflege von Christoph Schaub, der die Spitäler Schaffhausen Ende Januar verlassen hatte. Das Departement Pflege wurde neu organisiert und umfasst heute die Sicherstellung der Pflegeausbildungen wie auch die somatische und psychiatrische Langzeitpflege.
Auf Prof. Dr. med. Markus Weber folgte Anfang Oktober der Spezialist für Viszeralchirurgie PD Dr. med. Franc Hetzer. Er ist Chefarzt der Chirurgischen Klinik und leitet das Departement Operative Disziplinen.
Per Anfang 2011 wurde zudem das Departement Human Resource Management neu geschaffen und die Leitung im Februar 2011 mit Sabina Schmid besetzt. Sabina Schmid ist Mitglied der Spitalleitung.

Ausblick
Das Jahr 2011 steht ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf die neue Spitalfinanzierung, welche ab Januar 2012 in Kraft tritt. Viele der damit verbundenen Projekte werden die Spitäler Schaffhausen jedoch über den Zeitpunkt 2012 hinaus beschäftigen.
Und trotz strategischer Bauplanung geht der bauliche Sofort-Erneuerungsbedarf auch 2011 weiter. So wird Ende des laufenden Jahres mit der Dislozierung bzw. dem Umbau der Räumlichkeiten des Rettungsdienstes begonnen.
Im Kinder und Jugendpsychiatrischen Dienst wird 2011 als Pilotprojekt die aufsuchende Behandlung (Home Treatment) eingeführt.

 

Kontakt für Rückfragen:
Prof. Dr. Edgar Hänseler, Präsident des Spitalrats
Dr. Hanspeter Meister, Spitaldirektor

Tel. 052 634 28 27, medien@anti-clutterspitaeler-sh.ch

 

Fakten
Die Spitäler Schaffhausen umfassen die Akutsomatik und Rehabilitation (Kantonsspital), die Psychiatrischen Dienste (Psychiatriezentrum und KJPD) sowie die Langzeitpflege (Pflegezentrum und Psychiatriezentrum). Sie erzielten mit 1440 Mitarbeitenden einen Betriebsgewinn von rund CHF 1.4 Mio. bei einem Betriebsertrag von CHF 177.8 Mio. und einem Betriebsaufwand von CHF 174.6 Mio..

Präsentation Dr. Hanspeter Meister, Spitaldirektor(PDF | 213 KB)

Geschäftsbericht 2010(PDF | 2.0 MB)

Spitäler Schaffhausen
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