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  • 08.12.2017

Medienmitteilung

Neubau für das Kantonsspital Schaffhausen

 

Die Spitäler Schaffhausen haben sich nach Durchführung des Architekturwettbewerbs für ein konkretes Neubauprojekt des Kantonsspitals entschieden, wobei ein Teil der bestehenden Bauten nach deren Sanierung weiter genutzt werden soll. Im ersten Rang prämiert wurde das Projekt der Arbeitsgemeinschaft Bollhalder Eberle Architektur (St. Gallen) und Itten+Brechbühl AG (Zürich). Nach der Weiterbearbeitung des Vorhabens bis zur Realisierungsreife ist der Baubeginn im Jahre 2020 vorgesehen.

Nachdem die Stimmbürger/-innen des Kantons Schaffhausen im Februar 2016 der Übertragung der Liegenschaften auf dem Geissberg-Areal, dem jetzigen Standort des Kantonsspitals, in den Besitz der Spitäler Schaffhausen zugestimmt haben und zwischenzeitlich eine auf die zukünftigen Bedürfnisse ausgerichtete Zonenplanänderung des Areals vom Regierungsrat gutgeheissen wurde, steht einer weiteren Konkretisierung des grossen Bauvorhabens für die bauliche Erneuerung des Kantonsspitals aus politischer und rechtlicher Sicht nichts mehr entgegen.

Im Rahmen eines SIA-konformen, anonymen öffentlichen Projektwettbewerbs mit Präqualifikation haben 12 Architekten ihre Beiträge im Sommer dieses Jahres eingereicht. Auf einstimmige Empfehlung des breit zusammengesetzten Preisgerichts hat sich der Spitalrat am 4. Dezember 2017 für das Projekt Canotila der Arbeitsgemeinschaft Bollhalder Eberle Architektur und Itten+ Brechbühl AG entschieden und beabsichtigt, die Verfasser mit der Weiterbearbeitung des Projekts zu beauftragen.

 

Canotila – Das Siegerprojekt

Vorliegend ist ein fünfgeschossiger kubischer Neubau als Solitär mit drei Innenhöfen, der entlang der Geissbergstrasse errichtet wird. Darin untergebracht wird das gesamte Leistungsangebot der ambulanten und der stationären Akutsomatik sowie diverse weitere zentrale Funktionen. Das Gebäude kommt in direkter Nachbarschaft zum jetzigen Kantonsspital zu stehen. Dessen in den Fünfzigerjahren erstellte und in den Neunzigerjahren renovierte, filigrane Trakte werden umfassend saniert und im Rahmen des Gesamtkonzeptes teilweise neuen Nutzungen zugeführt. Die beiden in den Siebzigerjahren erstellten und seither ohne Durchführung einer grundlegenden Sanierung genutzten Bauten hingegen werden nach Bezug des Neubaus abgebrochen. An deren Stelle entsteht ein grosszügiger Park, der auch im Falle künftiger baulicher Erweiterungen nicht an Attraktivität einbüssen würde.

Die Realisierung des Bauvorhabens ist ohne grössere Störungen des laufenden Spitalbetriebs möglich. Flankierend wird für den motorisierten Individualverkehr in peripherer Lage ein Parkhaus zwischen dem Neubau und dem bestehenden ehemaligen Personalhochhaus errichtet, das sich gut in das bewaldete Gelände einfügt.

 

Das Neubauprojekt überrascht mit seiner Einfachheit in der Volumetrie und Struktur sowie der Präzision der Setzung, die den Bezug zum bestehenden Gebäude herstellt und gleichzeitig seine Eigenständigkeit wahrt. Der grosszügige Freiraum wird dem Charakter des Standortes gerecht und vermag die Identität des Ganzen überzeugend zu stärken.

 

Das Projekt weist die für einen Spitalbau geforderte Nutzungsflexibilität auf, um auf die sich stetig wandelnden Anforderungen des Spitalwesens situativ reagieren zu können. Mit der Klarheit in der räumlichen und organisatorischen Konzeption, der Angemessenheit und Sorgfalt der Ausformulierung sowie der zu erwartenden guten Wirtschaftlichkeit in Betrieb und Unterhalt wird den wesentlichen Rahmenbedingungen vollumfänglich Rechnung getragen. 

 

 

Kosten, Tragbarkeit und Fremdfinanzierung

Die vorläufige Kalkulation ergibt Anlagekosten für den Neubau und die Sanierung der zu erhaltenden Gebäude in der Höhe von ca. CHF 270 Mio. Wie der Businessplan der Spitäler Schaffhausen 2017-2037 zeigt, können sich die Spitäler Schaffhausen diese grosse Investition ohne Liquiditätsengpass und ohne die Unterschreitung einer kritischen Grenze der Eigenkapitalquote leisten, soweit sich die Leistungsentwicklung und deren Abgeltung im langfristig projizierten Rahmen bewegen.

Die weitere Planung unterliegt im Rahmen des Verfahrens Design to Cost einer rigorosen finanziellen Kontrolle, um Kostenüberschreitungen zu vermeiden. Die anteilsmässige Fremdfinanzierung des Bauvorhabens erfolgt voraussichtlich mittels Krediten und einer Anleihe.

 

Weiteres Vorgehen

Als nächste Schritte folgen

  •  die Überarbeitung des Bauvorhabens gemäss Empfehlungen des Preisgerichts und
  •  die Erstellung des Vorprojekts unter Einhaltung des definierten Kostenrahmens.

 

Mit dem Baubeginn ist im Verlauf des Jahres 2020 zu rechnen, nach

  •  der verbindlichen Regelung der Fremdfinanzierung
  •  der Ausarbeitung des Bauprojekts und dessen Genehmigung durch den Spitalrat
  •  dem Abschluss des Baubewilligungsverfahrens sowie
  •  der Durchführung eines öffentlichen Vergabeverfahrens zur Realisierung des Neubaus   und der Sanierung eines Teils der bestehenden Bauten

 

Öffentliche Projektausstellung

Die eingereichten Wettbewerbsprojekte (Pläne und Modelle) können von der Öffentlichkeit vom 11. - 22. Dezember 2017 besichtigt werden, im ehemaligen Pflegezentrum an der J.J. Wepfer-Strasse 12, 8200 Schaffhausen.

Öffnungszeiten:

Montag, 11. Dezember - Freitag, 15. Dezember 2017: 16.00 - 19.00 Uhr

Samstag, 16. Dezember 2017: 10.00 - 13.00 Uhr

Montag, 18. Dezember - Freitag, 22. Dezember 2017: 16.00 - 19.00 Uhr

 

Öffentlicher Vortrag

Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe der Spitäler Schaffhausen referieren Dr. Hanspeter Meister (Spitaldirektor) und Frau Berta Ottiger-Arnold (Mitglied der Spitalleitung, Leiterin Dienste) am 12. Dezember 2017 um 18.30 Uhr im Kantonsspital Schaffhausen über den aktuellen Stand des Bauvorhabens und die nächsten Schritte.

Spitäler Schaffhausen
Geissbergstrasse 81
CH-8208 Schaffhausen
Tel. +41 52 634 34 34
Fax +41 52 634 28 99
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