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Fragen und Antworten

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Antwort auf/zuklappen Wir möchten unseren Sohn bei Ihnen anmelden. Wie lange müssen wir auf einen Termin warten?

Telefonische Anmeldungen nehmen wir zu unseren Bürozeiten immer entgegen. Die Wartefrist bis zum Erstgespräch mit einem Psychologen oder einer Ärztin hängt vom Anmeldungsgrund ab und beträgt durchschnittlich zehn Wochen.

In begründeten Ausnahmefällen und wirklichen Notfallsituationen laden wir eine Familie auch sehr kurzfristig ein. Über die Dringlichkeit entscheiden wir nach dem Anmeldetelefon durch die betroffenen Eltern.

Antwort auf/zuklappen Ich bin noch keine 18 Jahre alt und möchte einen Termin bei Ihnen, ohne dass meine Eltern dies erfahren.

Grundsätzlich können Jugendliche auch unter 18 Jahren selbstständig einen Termin bei einem Arzt (d. h. auch bei unserem Dienst) vereinbaren.

Allerdings merken die Eltern über die Abrechnung, die sie später von der Krankenkasse bekommen, welches Familienmitglied einen Arzttermin hatte.

Du musst dir gut überlegen ob es sinnvoll ist, ohne deine Eltern zu uns zu kommen. Wir denken, dass es gut wäre, wenn du das erste Mal mit deinen Eltern oder vielleicht auch nur mit deiner Mutter oder deinem Vater zu uns kommen könntest. Fast immer ist es besser, wenn auch die Eltern von den Problemen wissen und falls nötig Unterstützung bieten können.

Antwort auf/zuklappen Was bedeutet der Begriff ärztliche Schweigepflicht?

Die Schweigepflicht beinhaltet, dass wir ohne Einwilligung der Eltern und des/der Patienten/-in keinerlei Informationen über eine Familie oder ein Kind an dritte Stellen (Schulen, Behörden, Verwandte etc.) weitergeben.

Antwort auf/zuklappen Wer übernimmt die Kosten für eine Abklärung oder Therapie am KJPD?

Die Kosten übernimmt die Krankenkasse im Rahmen der Pflichtleistungen in der Grundversicherung. Für Patienten, die im Hausarztmodell versichert sind, braucht es ein Überweisungsschreiben des zuständigen Hausarztes.

Antwort auf/zuklappen Seit einiger Zeit isst unsere Tochter bei den gemeinsamen Mahlzeiten immer weniger. Sie hat auch an Gewicht verloren. Wie viel genau, wissen wir nicht. Nun haben wir Angst, dass unsere Tochter magersüchtig ist.

Lassen Sie das Gewicht und den körperlichen Gesundheitszustand Ihrer Tochter durch den Hausarzt oder Kinderarzt kontrollieren. Besprechen Sie mit ihm Ihre Sorge. Sollte sich der Verdacht auf Magersucht erhärten, nehmen Sie Kontakt mit einer Fachperson auf, mit einem/einer Psychotherapeuten/-in oder mit dem KJPD.

Bei einer Magersucht wird der Gewichtsverlust absichtlich herbeigeführt, meist dadurch, dass weniger oder nur noch ganz bestimmte Nahrungsmittel gegessen werden. Häufig werden zuerst Süssigkeiten, Fleisch, Käse oder besonderes fetthaltige Sachen weggelassen. Anders als bei einer Diät kann die Person nicht mehr damit aufhören, auch wenn der gewünschte Gewichtsverlust eingetreten ist. Es kommt zu einer Unterernährung, die sehr schwere körperliche Folgen haben kann.

Antwort auf/zuklappen Wir machen uns Sorgen, dass unser Kind hyperaktiv ist. Was sollen wir tun?

Nicht jedes lebendige und temperamentvolle Kind ist hyperaktiv. Für die Diagnose einer Hyperaktivität braucht es eine genaue Untersuchung, die Fachleute durchführen. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt/Kinderarzt, oder melden Sie Ihr Kind bei uns am KJPD an.

Sprechen Sie wenn möglich mit dem Lehrer oder der Lehrerin Ihres Kindes. Vielleicht hat er oder sie ähnliche Beobachtungen gemacht bei Ihrem Kind.

Antwort auf/zuklappen Bedeutet es, dass unsere Familie besonders problematisch ist, wenn uns eine Familientherapie empfohlen wird?

Familiengespräche werden dann empfohlen, wenn der Eindruck entsteht, dass die Probleme eines Kindes am ehesten durch eine Unterstützung innerhalb der Familie verbessert werden können und familiäre Ressourcen vorhanden sind.

Antwort auf/zuklappen Wir als Eltern sind der Ansicht, dass unser jugendlicher Sohn grosse Probleme hat und dringend eine Therapie braucht. Er sieht das aber gar nicht ein. Was können wir tun ?

Vielleicht ist Ihr Sohn bereit zu einem gemeinsamen Familiengespräch, in welchem Sie Ihre und er seine Meinung mitteilen und wir darüber diskutieren können. Oft ergibt sich daraus eine Lösung, z. B. dass doch keine grössere Problematik vorliegt, weitere Familiengespräche abgemacht werden oder Jugendliche doch bereit sind für Einzelgespräche.

Antwort auf/zuklappen In der Zeitung und im Fernsehen wird oft über Ritalin berichtet. Was genau ist Ritalin, und geben Sie dieses Medikament auch ab?

Ritalin ist der Markenname eines Medikamentes, das seit vielen Jahren in der Behandlung von Erwachsenen und Kindern eingesetzt wird. Bei Kindern wird Ritalin zur Behandlung einer Hyperaktivität oder Aufmerksamkeitsstörung eingesetzt.

Nach einer genauen Abklärung des Kindes und Gesprächen mit den Eltern kann ein genau geplanter und begleiteter Versuch mit diesem Medikament sinnvoll sein, als Ergänzung zu anderen therapeutischen Massnahmen.

Antwort auf/zuklappen Gibt man Kindern mit Depressionen auch Medikamente?

Bei depressiven Kindern ist es vordringlich, die möglichen Ursachen einer Depression zu erkennen und möglichst zu beseitigen. Zusätzlich kann eine Einzeltherapie sinnvoll sein.

Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva), die bei Jugendlichen und Erwachsenen wirksam sind, zeigen gemäss verschiedenen Untersuchungen bei Kindern keine Wirkung und werden deshalb nicht eingesetzt.

KJPD
Promenadenstrasse 21
CH-8200 Schaffhausen
Tel. +41 (0)52 630 01 60
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